„E-Mails beantworten, da waren wir absolut Sch…“
Seit Tagen mache ich mir Gedanken, wie ich eine neue Mitarbeiterin unserer Notenabteilung offiziell unseren Kunden vorstellen und im selben Zuge eine langjährige treue Kollegin mit würdevollen Worten verabschieden kann. Das Netz ist voll von Ideen: 8 Tipps – so begrüßen Sie neue Mitarbeiter richtig. Mitarbeiter vorstellen und verabschieden: Das sagt Knigge dazu. Oder, very Neudeutsch: Mitarbeiter-Onboarding, der perfekte Start für Neulinge!
Aber jetzt ist der Groschen gefallen! Ich sitze in meinem Lieblingscafé, habe Zettel und Stift zur Hand genommen – und lege einfach los. Also völlig anders, als es die digitalen Vorlagen vorfloskeln.
Petra Schmidt ist da! Die Neue in der Note. Als ich Petra Mitte Juni spät am Abend anrief und fragte, ob sie bei uns im Team mitarbeiten wolle und wir uns mal treffen könnten, kam sofort ein begeistertes „Ja“. Einige Tage später saßen wir schon zusammen und ich beschrieb ihr das neue Aufgabenfeld: 450.000 Artikel, 85.000 Kunden, durchschnittlich 60 neue E-Mails pro Tag allein in der Notenabteilung und mindestens 6 Softwares im ständigen Wechsel. Ihren Blick nach dieser Aufzählung werde ich so schnell nicht vergessen.
Ich kenne Petra schon lange. Vor fast 40 Jahren spielten wir erstmals zusammen im Musikschulorchester, waren gemeinsam auf Orchesterfahrten und haben zwischendurch immer mal wieder gemeinsam musiziert. Petra studierte in den 90ern Trompete an der Hochschule für Musik hier in Detmold (bei Professor Max Sommerhalder) und war danach ein paar Jahre freiberuflich mit Unterrichtsjobs und Konzerten in Berlin unterwegs. In den vergangenen zwölf Jahren unterrichtete sie dann hauptamtlich an einer großen Musikschule, wieder daheim im Lipperland. Und damit kreuzten unsere beruflichen Wege sich wieder häufiger.
„Die Coronakrise erteilt uns eine Lektion“
Ja, irgendwie hat auch die Coronakrise etwas mit dem Berufswechsel zu tun. Petra erzählte, dass die gefühlt ewig andauernden Einschränkungen und Vorschriften – gerade im Bereich des Musikunterrichts und bei der so wichtigen Arbeit mit Kindern – irgendwann beruflich zu veränderten Vorstellungen geführt haben. Es ist klar geworden, was nicht mehr stimmig ist. So kann sich dann plötzlich sogar alles von Grund auf ändern.
Nun ist Petra also bei uns im Haus der Musik, seit Juli, um genau zu sein. Das war eine intensive Zeit für sie als Quer- und Neueinsteigerin – Stichwort 60 Mails täglich. Aber mit Petras Einstieg war da ein Berg von sage und schreibe 400 Nachrichten, die im Juli und August auf eine Rückmeldung warteten.
In diesem Punkt sind wir wirklich nicht unseren eigenen Ansprüchen gerecht geworden. Viele unserer Stammkunden werden es gemerkt haben. Ich weiß nicht mehr genau, wer aus unserem Team es vor ein paar Tagen so auf den Punkt brachte: „E-Mails beantworten, da waren wir absolut Sch…“ Das tut uns absolut leid, aber mit einem personellen Wechsel kann es nun einmal zu ungewohnten Verzögerungen kommen. Doch wir geloben Besserung und können zum Glück vermelden, dass wir eindeutig auf dem besten Weg zu alter Schnelligkeit sind.
Schwuppdiwupp 60 Mails am Tag und allerhand sonst zugleich? Kein Problem!
Nicht zuletzt mit dieser Schnelligkeit wird uns auch unsere geliebte Kollegin Katharina Eickert, vormals Katharina Rohm (für alle Kunden, die schon länger nichts mehr bestellt haben), in Erinnerung bleiben. Wir wünschen ihr alles Gute für ihre Nach-Noten-Karriere! Ja, mehrere Dutzend E-Mails täglich bearbeiten – was natürlich viel mehr bedeutet, als sie einfach weiterzuleiten oder nur den Eingang zu bestätigen –, wie nebenbei den gesamten Versand schaukeln und außerdem mit den Verlagen verhandeln: Darin war in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten niemand so gut wie Katharina, die in diesem Sommer nicht nur den Beruf, sondern sogar die Branche gewechselt hat. Auch daran haben die zurückliegenden zwei Jahre sicherlich ihren Anteil, denn auch bei uns gab es durchgehend Kurzarbeit und allerlei Einschränkungen, die die Zukunftsaussichten in unserem Beruf oftmals verdunkelt haben.
Kathi Eickert arbeitet nun im öffentlichen Dienst und ich wünsche ihr dort von Herzen alles Gute. Gut 15 Jahre lang war sie nicht nur eine tolle Kollegin, sondern auch in der Notenwelt die absolute Nummer eins. Und sicherlich war sie eine der besten Musikalienhändlerinnen in Deutschland. Vielen Dank für die gemeinsame Zeit!
„Geschafft!“
Die zweite Tasse Cappuccino ist nun geleert und ich rufe in der Firma an, um zu hören, was es Neues gibt. Gute Nachrichten! „Endlich, wir haben heute alle aktuellen E-Mails abgearbeitet“, berichtet Petra. Nach zwei Monaten Einarbeitungsphase sind wir also wieder annähernd tagaktuell. Eine erste große Hürde ist geschafft und wir sind alle ein wenig stolz. Hier und da hakt es sicherlich noch, aber dies wird sich bald legen. Wie im Orchester.
Ach, fast hätte ich es vergessen: Vor ihrem Musikstudium hatte Petra Schmidt Ende der 80er-Jahre schon eine Ausbildung zur Steuerfachgehilfin erfolgreich abgeschlossen. Das hilft bei der täglichen Computer- und Datenbankarbeit bei uns immens. Der kaufmännische – oder sagt man heutzutage etwa kauffräuliche? – Anteil unserer Arbeit ist mindestens so wichtig wie der musikspezifische. Sie wissen ja, in unserem Team spielen wirklich alle ein Musikinstrument. Nur nicht der Steuerberater. Aber wer weiß, ob sich das auch noch irgendwann ergibt?
Es grüßt der „Cheffe“
alias Wolfgang Meyer
Und so erreichen und begrüßen Sie Petra Schmidt in unserer Notenabteilung:
„normale“ Telefonnummer: +49 5231 302078
kostenlos per Festnetz- und Mobiltelefon aus Deutschland: 0800-00-68745
(Kernzeit Kundenservice: Montag bis Freitag 9:30 – 14:00 Uhr und 15:00 – 18:00 Uhr. Außerhalb der Kernzeit nehmen die Kolleginnen und Kollegen aus unserem Callcenter ihren Anruf entgegen)
per E-Mail: noten@musikalienhandel.de
über WhatsApp: +49 176 30182809
(Fotos: D. Schelpmeier, www.schelpmeier.com)