Auf der diesjährigen Musikmesse in Frankfurt am Main gab es einen anregenden Diskussionsbeitrag von Heike Matthiesen zu hören. Die klassische Gitarristin stellte Thesen in den Raum zu der Frage, mit welchen Herausforderungen klassische Musiker angesichts der zunehmenden Bedeutung von digitalen Kanälen konfrontiert sind.
Einige ihrer Stichworte: die Präsentation und Vermarktung eigener Kunst im digitalen Raum und die Möglichkeiten, auf diesen Wegen Geld zu verdienen, das Selbstverständnis klassischer Musiker im Spannungsverhältnis mit dem Internet und der Nachholbedarf in Sachen Kommunikation auf Plattformen wie Youtube, der Einfluss der Ausbildung auf die Berufsperspektiven oder auch die Wechselwirkung von Musikkonsum über mobile Endgeräte und die Aufmerksamkeitsspanne für die Klassik.
Matthiesen gibt selbst zu bedenken, dass die Fülle der Herausforderungen ein reichlich düsteres Bild zeichnen könnte. Aber sie hält dagegen, dass sich in der Situation auch viele Chancen finden lassen. Sie selbst plädiert insbesondere dafür, dass klassische Musiker lernen müssten, über sich und ihre Kunst zu kommunizieren.
Bei uns vom Haus der Musik hat der Vortrag vor allem die Frage aufgeworfen, inwieweit Videos mit klassischer Musik auf mobilen Endgeräten gesehen und gehört werden. Wir sind neugierig, wie unsere Kunden und Freunde des Hauses diese Technologie für solche Beiträge nutzen. Sind mobile Endgeräte eher das Mittel der Wahl für den Einstieg in eine bisher nicht bekannte Musik? Wie nutzen Sie solche Geräte: um einfach mal reinzuhören in einen bisher ungekannten Mitschnitt, dem Sie dann – wenn der Anfang gefällt – auf anderen Geräten weiter lauschen? Oder hören Sie klassische Musik bereits gänzlich über Smartphones, Tablets und solche Geräte?
Nutzen Sie gern die Gelegenheit, im Folgenden über die Kommentarfunktion Ihre Einschätzungen und Erfahrungen mitzuteilen!









